Donnerstag, 1. Dezember 2016

Covermaschine - Ein Fazit nach 11 Monaten

Zu Weihnachten 2015 ist bei mir die Elna Easycover eingezogen. Hier meine Einschätzungen mit 11 Monaten Näherfahrung.

1. Große Shirt-Freude

Besonders gelohnt hat sich für mich die Covermaschine für meine Shirt-Projekte. Denn der Bandeinfasser ist aus meinem Nähregal nicht mehr wegzudenken und ich liebe die Einfassbänder an Halsausschnitten und Babybodies. Was mir am Anfang so einiges an Nerven gekostet hat, ist mittlerweile zur Routine geworden und gelingt meist in einem Rutsch. Manchmal habe ich Fehlstiche an den Nahtübergängen. Mehr dazu unten. Insgesamt bin ich aber total zufrieden mit meinen Bandeinfasser-Ergebnissen. Mehr Bandeinfasser-Gedanken hier.




2. Kontrast und Zierstich-Einsatz

Klar, die Unterseite der Dreifach-Covernaht ist nicht mehr wegzudenken aus meinem Nähprojekten.
Als Kontraststreifen ideal, findet sich diese Naht an fast jedem meiner Shirts und Sweatpullis.





Mittlerweile habe ich begonnnen, auch mit Farbverlaufsgarn zu spielen:


3. Ein bisschen Geduld

Die Fotos haben dich überzeugt? Aber gelingt denn das nun auch wirklich problemlos? Ja und nein!
Am Anfang hatte ich nach einem Nadelbruch permanent Fehlstiche vor allem an Nahtübergängen. Das sollte nicht die Regel sein: Das Greifer hatte sich leicht verstellt. Nach einem Besuch beim Fachhändler lief alles wieder leichter.

Dennoch: Es gibt Fehlstiche und ich habe im letzten halben Jahr schon viele Nähte auftrennen müssen. Der Trost: Das Auftrennen dieser Nähte geht wirklich leicht! Und: Es wird besser.
 Mittlerweile wird ab und zu noch ein einzelner Stich an Nahtübergängen ausgelassen, was ich per Hand reparieren indem ich die Schlaufen mit einem Faden auffange und vernähe.
Es hilft mir auch sehr, dicke Nahtübergänge mit dem Gummihammer etwas zu "plätten" bevor ich darübernähe. Mehr Ideen hier.



Gründe zum Auftrennen haben mir vor allem ungenau verlaufende Kontrastnähte beschert, manchmal trennt sich die Naht auch vom Ende auf, wenn ich den Stoff aus der Maschine rausziehe. Da braucht man echt Fingerspitzengefühl und muss sich Zeit zum Vernähen nehmen. Bisher habe ich ein gutes Gefühl, was die Haltbarkeit der Nähte und Vernähungen betrifft.

Ideal finde ich die einfache Einstellung der Maschine. Ich habe wirklich immer die Standard-Spannungen verwendet und komme damit gut zurecht: Bei mir hat es nie stundenlanges Herumprobieren für die richtige Einstellung gegeben!


 Insgesamt bin ich froh, dass ich nicht mehr Geld für eine noch teurere Maschine ausgegeben habe. Sicher gib es einige Momente, da wünschte ich mit etwas mehr Transportkraft:

An den dicken Bandeinfasser-Übergängen der Lady Mariella ging leider nichts mehr. Da musste ich ganz schön von Hand nachbessern und das hat mich viel Nerven gekostet.


4. Fazit:

Ich würde die Elna-Easycover wieder kaufen. Insgesamt stehen die Kosten und der Nähumfang, den ich damit betreibe, in gutem Verhältnis. Das Alles ist ja "nur" mein Hobby, das ich mit hohem Anspruch an mich selbst betreibe. Würde ich die Sachen verkaufen, hätte ich wahrscheinlich manches Mal ein etwas banges Gefühl wegen meiner ausgebesserten Nähte, die man zwar kaum sieht, um die ich aber weiß. In diesem Fall hätte ich aber wahrscheinlich so viel Näherfahrung, dass mir kaum etwas passieren würde.

Verlinkt bei: RUMS, Coverliebe

1 Kommentar:

  1. Deine Geduld hat sich gelohnt. Die Ergebnisse sind so schön, dass Du Dir die käufliche Erwerbung von Oberbekleidung für Kind und Co. komplett sparen kannst. Ich selber habe weder eine Overlock noch eine Covermaschine, da muss meine alte Pfaff herhalten. Die hat aber auch Overlockstiche, man kann auch mit Zwillingsnadel nähen. Aber so schön wird das natürlich nicht.
    LG Inken

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