Mittwoch, 9. September 2015

Frau HennieSUN

Endlich wieder nähen - endlich wieder bloggen!

Nach meiner kleinen Sommerpause - bei über 30 Grad hatte ich keine Lust auf  Nähmaschine und Blog - zeige ich euch jetzt erst meine wenigen Sommerproduktionen.

Nachdem ich mein Interesse fürs Joggen entdeckt habe, bin ich von dem Schnitt Frau Hennie ganz angetan. Das Shirt mit Racerback passt wunderbar zu meinen Sport-BHs.

                                                        



Ich habe das erste mal einen Bio-Stoff verwendet, der zu 55% aus Hanf  und 45 % aus  Biobaumwolle besteht. Durch den Hanfanteil ist der Stoff sehr "saugfähig" und antibakteriell, er trocknet schnell und ist total angenehm auf der Haut. Für mich ist der Stoff daher die ideale Alternative zu Plastik-Sportshirts, aber auch zu der Öko-Variante Merinowolle, die mir meist sehr auf der Haut kratzt.

Hier noch eine Schnittvariante, zu der mich Dannie Henne Prülla inspiriert hat. Sie hat mich ermutigt, den Schnitt vorne zu teilen. Ich finde das wirkt noch etwas lebendiger als die "pure" Variante, da ich den Muster-Stoff vorne wiederholen kann und das Beste daran ist: Der Stoffverbrauch dieses doch etwas teuren Hanfjersey sinkt, da ich mir oben etwas Länge spare ;-) Aus der Stoffbreite von 1,60 m habe ich in Größe S gleich zwei Shirts rausbekommen.


Trotzdem kamen mir Bedenken, ob das Shirt auch alltagstauglich ist. Das Freebook MamaSun, das ich mit einem Stoffrest ausprobierte, wirkt von vorne fast wie ein normales Top, hat aber hinten auch einen Racerback.



                                                                  


Das Rückenteil ist hier allerdings original Hennie-Schnitt, da ich auf die hintere Raffung nicht verzichten wollte. Dafür hat leider der Probestoffrest dann aber nicht gereicht. Tja, vielleicht beim nächsten Mal ...

Bei der MamaSun habe ich eine neue Verarbeitung der Kanten mit Schrägband ausprobiert: Ich habe den Streifen rechts auf rechts gedehnt angenäht, gut ausgebügelt und dann nach hinten gefaltet umgeschlagen. Anschließend habe ich das Band von rechts im Nahtschatten festgenäht. Dadurch ist die Naht vorne kaum zu sehen. Das finde ich total schön so! Diese Methode werde ich jetzt öfters anwenden. Hier zum Vergleich die beiden Varianten, einmal mit sichtbarer, einmal mit unsichtbarer Naht.


 Man sieht deutlich, dass die MamaSun tiefer ausgeschnitten ist. Die Nahtschattenmethode ist übrigens als Saum unten nicht wirklich empfehlenswert, da steht es jetzt etwas ab.

Der Hanfjersey ist absolut urlaubstauglich. Die feuchtigkeitsabsorbierende Wirkung konnte ich hier öfters testen ... ;-)







P.S. Den wunderbaren Hanfjersey bekommt ihr bei Siebenblau in Berlin oder im Onlineshop. Und nein, ich werde nicht gesponsert, sondern schreibe hier meine ehrliche Meinung ;-)

Schnitte: FrauHennie und MamaSun
Stoff: Hanfjersey von Siebenblau und Stoffreste
Verlinkt bei: MMM und "Ich näh Bio"