Donnerstag, 24. Dezember 2015

MeMadeMusic - von Hand gespielt



Frohe Weihnachten!

Mit euren lieben Kommentaren habt ihr mich seit meiner Blogeröffnung total nett begleitet und motiviert. Danke an alle, die mir in den letzten Monaten ihre Aufmerksamkeit geschenkt haben! Es hat mich so gefreut.



Zu Weihnachten möchte ich euch eine Kostprobe meines akustischen Handwerks vorstellen: von Hand Gespieltes, selbst Arrangiertes für Gitarre und Hackbrett.




Hier könnt ihr euch bis Ende der Woche weitere meiner Arrangements kostenlos downloaden. Es spielt für euch: Duo Salz und Pfeffer

Ich freue mich, wenn ich euch so mit meinen Klängen beim weihnachtlichen handwerkeln begleite!

Euch allen ein schönes Fest!
Stefanie


verlinkt bei RUMS











Donnerstag, 17. Dezember 2015

Passend gemacht



Kennt ihr das? Da hat man ein Lieblingsteil gekauft und ein anderes schönes Stück und dies und das und am Ende passt nichts mehr zusammen? Seit ich selbst nähe passiert das immer seltener und ich freue mich darüber wie meine Garderobe immer passender zusammenwächst.




Hier habe ich mir zu meiner geliebten Hanfjacke von Luzifer-Berlin passende Walk Accessoirs genäht: ein 30-Minuten-Rock ohne Schnitt mit Jerseybund, Stulpen und Stirnband. So habe ich einen 50 cm langen Walkstoff bis auf den letzten Rest verarbeitet. FREU FREU!!!

Dienstag, 24. November 2015

Wachs-Recycling


 
Ich bin ein großer Fan von guten Bienenwachs-Kerzen. Die gehören bei mir im Advent einfach dazu. Doch jedes Jahr sammelten sich Wachsreste, Abgetropftes und Übriggebliebenes. Seit letztem Jahr kommt das bei mir nicht mehr in den Müll, sondern wird in einem Wasserbad eingeschmolzen ...

  
.... und dann in eine spezielle Silikonform gegossen. Das erkaltete Wachs wird ganz einfach an den Nägeln herausgezogen 

Mittwoch, 18. November 2015

Jerika-Winter


Der Winter darf kommen! Denn endlich - nach vielen Woche ausmessen, zusammenheften und wieder auftrennen ist meine Softshell-Jerika, ein sehr variabler Prülla-Schnitt, endlich fertig! 
Ich habe mir wirklich nicht leicht getan damit. 
Zunächst die Frage nach der richtigen Größe: laut Maßtabelle wäre es eine knappe 36 gewesen. Nach dem Ausmessen des Schnitts blieb es bei der Wahl, zum Glück: Das geheftete Stück saß noch mehr als weit, aber dank der Hilfe von Benedicta aus der "Näh dir was!"-Schule passt sie nun wie angegossen. Wir haben seitlich und an den Schultern noch etwas weggenommen, die Brustwölbung etwas verkleinert und sogar Brustabnäher gesetzt. Eigentlich hätte ich wohl eine Größe 34 gebraucht. 

Trotzdem passt noch gut eine Daunen-Schicht drunter. So kann mich der Mantel von Oktober bis März begleiten!


Donnerstag, 8. Oktober 2015

Wasserfall Bo

Schon vor einem halben Jahr habe ich euch den Schnitt "Kleid Bo" von der Schnittbox als Shirt gezeigt (hier). Ich habe auch hier wieder ein Shirt daraus gemacht, da ich Kleider einfach nicht oft trage. Zu dem Kleiderschnitt gibt es eine Schnittvariante mit Wasserfall-Ausschnitt, die ich damals schon genäht habe und euch immernoch schulde. Wenn ich jetzt die Sommerfotos anschaue während draußen der Herbstregen wütet, werde ich richtig wehmütig.


Den Schnitt habe ich kaum angepasst. Im Nachhinein bin ich mit meinen Anpassungen der anderen Schnittvariante mit V-Ausschnitt auch nicht ganz glücklich. Die Wasserfall-Variante fand ich dagegen sehr unkompliziert.


Mittwoch, 9. September 2015

Frau HennieSUN

Endlich wieder nähen - endlich wieder bloggen!

Nach meiner kleinen Sommerpause - bei über 30 Grad hatte ich keine Lust auf  Nähmaschine und Blog - zeige ich euch jetzt erst meine wenigen Sommerproduktionen.

Nachdem ich mein Interesse fürs Joggen entdeckt habe, bin ich von dem Schnitt Frau Hennie ganz angetan. Das Shirt mit Racerback passt wunderbar zu meinen Sport-BHs.

                                                        



Ich habe das erste mal einen Bio-Stoff verwendet, der zu 55% aus Hanf  und 45 % aus  Biobaumwolle besteht. Durch den Hanfanteil ist der Stoff sehr "saugfähig" und antibakteriell, er trocknet schnell und ist total angenehm auf der Haut. Für mich ist der Stoff daher die ideale Alternative zu Plastik-Sportshirts, aber auch zu der Öko-Variante Merinowolle, die mir meist sehr auf der Haut kratzt.

Hier noch eine Schnittvariante, zu der mich Dannie Henne Prülla inspiriert hat. Sie hat mich ermutigt, den Schnitt vorne zu teilen. Ich finde das wirkt noch etwas lebendiger als die "pure" Variante, da ich den Muster-Stoff vorne wiederholen kann und das Beste daran ist: Der Stoffverbrauch dieses doch etwas teuren Hanfjersey sinkt, da ich mir oben etwas Länge spare ;-) Aus der Stoffbreite von 1,60 m habe ich in Größe S gleich zwei Shirts rausbekommen.


Trotzdem kamen mir Bedenken, ob das Shirt auch alltagstauglich ist. Das Freebook MamaSun, das ich mit einem Stoffrest ausprobierte, wirkt von vorne fast wie ein normales Top, hat aber hinten auch einen Racerback.



                                                                  


Das Rückenteil ist hier allerdings original Hennie-Schnitt, da ich auf die hintere Raffung nicht verzichten wollte. Dafür hat leider der Probestoffrest dann aber nicht gereicht. Tja, vielleicht beim nächsten Mal ...

Bei der MamaSun habe ich eine neue Verarbeitung der Kanten mit Schrägband ausprobiert: Ich habe den Streifen rechts auf rechts gedehnt angenäht, gut ausgebügelt und dann nach hinten gefaltet umgeschlagen. Anschließend habe ich das Band von rechts im Nahtschatten festgenäht. Dadurch ist die Naht vorne kaum zu sehen. Das finde ich total schön so! Diese Methode werde ich jetzt öfters anwenden. Hier zum Vergleich die beiden Varianten, einmal mit sichtbarer, einmal mit unsichtbarer Naht.


 Man sieht deutlich, dass die MamaSun tiefer ausgeschnitten ist. Die Nahtschattenmethode ist übrigens als Saum unten nicht wirklich empfehlenswert, da steht es jetzt etwas ab.

Der Hanfjersey ist absolut urlaubstauglich. Die feuchtigkeitsabsorbierende Wirkung konnte ich hier öfters testen ... ;-)







P.S. Den wunderbaren Hanfjersey bekommt ihr bei Siebenblau in Berlin oder im Onlineshop. Und nein, ich werde nicht gesponsert, sondern schreibe hier meine ehrliche Meinung ;-)

Schnitte: FrauHennie und MamaSun
Stoff: Hanfjersey von Siebenblau und Stoffreste
Verlinkt bei: MMM und "Ich näh Bio"



Donnerstag, 9. Juli 2015

Chinashirt zweifarbig

Schon beim ersten Chinashirt von Schnittquelle habe ich mit dem Gedanken gespielt, den Schnitt auch zweifarbig umzusetzen. Hier nun das Ergebnis. Das Rückenteil ist einfach mit Schwung geteilt, das war echt einfach. Den Stoff hatte ich noch von der Bolerojacke übrig ...

 Trotz Schrägbandlösung hat die Ausschnittgestaltung diesmal nicht geklappt wie geplant. Es hing wieder etwas schlabberig! Daher habe ich den Ausschnitt vorne gesmokt. Das ist jetzt okay, aber optimal sitzt es auch nicht! Ich bin damit einfach nicht zufrieden ...
Überhaupt macht mir das Nähen von Viskosejersey keinen Spaß. Schon garnicht, wenn man daraus Schrägbänder machen und annähen will. Ich glaube ich brauche doch eine Covermaschine. Damit wäre das bestimmt einfacher.


Und darum suche ich eine Covermaschinen-Partnerin im Raum München! Mehr Infos hier!
Viele Grüße und bis bald bei RUMS!


Mittwoch, 8. Juli 2015

Sommergrüße mit Tartufo

Mit dem tollen Schnitt "Tartufo" von Cinderella Zwergenmode grüße ich euch herzlich aus der Hitze!
Der Schnitt eignet sich total gut, um mit gemusterten Stoffen und schönen Farben zu spielen. Hier habe ich einen Retro-Stenzo-Jersey verarbeitet, der sich farblich super mit Jeans kombinieren lässt!


DANKE, Daxi von miminaeht.blogspot.de für die Inspiration ;-)


Ich suche eine Nähmaschinenpartnerin für eine Covermaschine im Raum München!!! Weitere Infos hier!

Viele Grüße und bis bald bei MMM!

Samstag, 27. Juni 2015

Cover-Maschinen-Partnerinnen gesucht!

Welche Näherin im Raum München würde sich mit mir eine Covermaschine teilen?
Gerne würde ich folgendes Modell kaufen:
Elna 444
Da man die Maschine nur so selten braucht, stelle ich mir eine Art "Gemeinschaftsnähmaschine" vor.Gerne auch mit gegenseitigem "Support" bei Einstellungen und Nutzung ;-)

Falls jemand bereits eine Cover-Maschine besitzt und ich zur gelegentlichen Nutzung (auch gegen Gebühr) vorbeikommen könnte, würde ich mich sehr über Rückmeldung freuen!
Bitte meldet euch per Kommentar oder über das Kontaktformular unten rechts!

DANKE!

Donnerstag, 11. Juni 2015

Bolero fürs Hochzeitsoutfit

Zu meinem Hochzeits-Outfit (-->hier) war dieser Bolero sozusagen das i-Tüpfelchen. Ich hatte mir in den Kopf gesetzt, zu meiner grünen Hochzeitshose noch ein Altrosa-farbenes Accessoire zu finden. Der Bolero-Schnitt Polly von So!Pattern war genau richtig, da er sich so gut zweifarbig umsetzen lässt. Und was mir besonders gefällt: NATÜRLICH die Stulpenärmel ;-)




 Der Schnitt ist unheimlich einfach umzusetzen. Er besteht nur aus dem Schalkragen in einem Stück, Schulterteil in einem Stück und Ärmelstulpen. Anpassungen habe ich keine gebraucht.



 Dieser altrosa Viskose-Jersey ist nicht ganz einfach zu vernähen, da er sich unter der Maschine verhält wie ein Schluck Wasser. Aber er trägt sich entsprechend angenehm und liegt in allen Teilen doppelt, so dass man sich nicht um die Versäuberung nach außen kümmern muss.


Ich freu mich, endlich malwieder bei RUMS dabei zu sein!


Mittwoch, 10. Juni 2015

Hochzeitshose in Grün

Mit dem Hosenschnitt Cork von Schnittquelle habe ich nun das erste Mal eine Webwaren-Hose genäht. Hier habe ich euch schon meine Nicki-Variante (-->hier) gezeigt. Nachdem ich auf dem Stoffmarkt den tollen Amila-Stretch-Leinen vom Stoffversand4u entdeckt hatte, kamen immer mehr Ideen zu einem festlichen Outfit mit Hose (--> hier) dazu.
Denn mein Eindruck ist, dass es für Frauen zwar sowohl legere Hosen, als auch Business-Hosen zu kaufen gibt - für festliche Anlässe scheint das Kleid aber immernoch die gängigste Mode für Frauen zu sein. Für mich ist das aus beruflichen Gründen nicht so praktisch ;-) Das heißt malwieder: Selber nähen!


Den Schnitt hatte ich von Anfang an leicht verändert und mit Hilfe meines Schnittmuster-Buchs (-->hier) Weite in den Beinen und an der Hüfte rausgenommen. Mit den Probehosen hat das gut geklappt. So habe ich auch gleich gemerkt, dass ich den Reißverschluss unbedingt nahtverdeckt einnähen muss, da mir alles andere nicht gelingt!
Dann bekam ich noch den tollen Tipp, den Reißverschluss in die Seitennaht einzusetzen, da man dann bis zum Schluss flexibel ist, die Hose hinten an das Hohlkreuz anzupassen - so steht hinten nichts ab.

Doch die Hose mit Amila-Leinen hätte ich dann doch beinahe zu eng genäht. Im Stehen war sie bequem, ja - doch konnte ich damit kaum sitzen. Da bin ich echt ins Schwitzen gekommen. Zum Glück hatte ich noch etwas Nahtzugabe übrig. Mein Schnittbearbeitungs-Buch war mir da jetzt wenig hilfreich, da sich nur eine einzige Seite mit dem Thema Hosen befasst!
Tatsächlich musste ich aber die Schrittnaht ändern, damit das Ganze beim Sitzen nicht einschneidet. DANKE euren vielen Blog-Tipps! Ich habe ewig recherchiert, bevor ich herausfand, wie ich die Schrittrundung anpassen kann.
Hier die Hose im "Belastungstest":
Das Ideale an diesem Stoff ist der Elasthan-Anteil! Der Stoff ist längselastisch und gibt daher auch in der hinteren Länge nach! Sitzfalten werden sehr elegant ausgeglichen- die Hose wirft im Stehen unter dem Hintern kaum Falten und ist dennoch beim Bewegen bequem. Achtung- in der Breite gibt er nicht nach!
Nachdem es am Hochzeitswochenende teils über 30 Grad hatte, kann ich nun auch sagen, dass er absolut hitzegeeignet ist. Er trägt sich wie ein Windhauch!

Zu den anderen Teilen des Hochzeits-Outfits geht es hier.




Hochzeit mit Hose

In der Funkstille der letzten Wochen habe ich wie besessen an meinem Outfit für die Hochzeit einer Freundin gearbeitet. Es begann mit der Entdeckung des wunderbaren Amila-Stretch-Leinen von Stoffversand4u auf dem Stoffmarkt: das ideale Material für eine festliche Hose mit weitem Bein.


Nach und nach sind immer mehr Ideen dazugekommen. Zur Hose wollte ich ein passendes Oberteil aus Webware gestalten. Schlussendlich fehlte mir noch ein Bolero. So habe ich nun das erste Mal ein ganzes Outfit genäht.


Zu jedem Teil könnte ich einen kleinen Roman schreiben - so viel Zeit habe ich dieser Aktion gewidmet!  Daher teile ich meinen Bericht in mehrere Posts auf:

1. Hose aus Stretch-Leinen (Nein, keine Seide!) nach dem Schnitt CORK von Schnittquelle
2. Korsage nach einem stark abgewandelten, kostenlosen Kleiderschnitt der polnischen Website papavero.pl
3. Bolero nach dem Schnitt Polly von so!pattern

Die Posts folgen in den kommenden Tagen!
Ich freue mich, wenn ich euch damit ein bisschen Inspiration weitergeben kann!

Liebe Grüße
Stenita Feenfinger

Und heute nun ganz legal (ohne Fremdfoto ;-) bei MMM dabei ...










Montag, 25. Mai 2015

Sweet apple for Lily

Dieser Apfel-Kuschel-Strampler ist gerade auf dem Weg nach Finnland. Es ist mein erstes Kinderstück für eine junge deutsch-finnische Dame! Herzlichen Glückwunsch Sophie und Osku!



Das Schnittmuster ist die minikrea 10550 - ich habe mir lange den Kopf darüber zerbrochen, wie ich das "Gewickel" im Schritt mit dem Futter verstürzen kann. Am Ende habe ich einfach nur die vordere Kante und die Kapuze verstürzt und unten alle Lagen zusammen vernäht.




Verlinkt bei Kiddikram

Sonntag, 24. Mai 2015

Buchvorstellung: Richtig nähen mit ...

Als ich mit dem Overlock-Nähen begann, stieß ich auf dieses Buch aus dem Stiebner Verlag:

Christelle Beneytout und Sandra Guernier
Richtig Nähen mit Overlock- und Coverlock-Maschinen
ISBN 978-3-8307-0901-5
erschienen im Stieber-Verlag (hier-->)

Es war mir am Anfang eine wirklich gute Hilfe, da alle Grundlagen so übersichtlich und verständlich erklärt werden. Das Beste daran ist aber, dass ich es bis jetzt immer wieder in die Hand nehme, obwohl ich nun schon ganz flüssig mit meiner Maschine zurechtkomme. Denn über die Grundlagen geht es noch weit hinaus. Mittlerweile lasse ich mich von dekorativen Tipps wie Flatlocksäumen und Feston-Stichen inspirieren und schiele schon neugierig in Richtung Paspelherstellung. Und ja, ich gebe es zu: Auch für eine Coverlock hat mich erst dieses Buch so richtig begeistert! Da käme - so sagt man doch - dann das "Fahrrad zur Hupe" ;-)

Als dann vor einigen Monaten das Buch "Richtig Nähen mit der Nähmaschine" aus derselben Reihe erschien, war ich sehr neugierig.

Christelle Beneytout
Richtig Nähen mit der Nähmaschine
ISBN 978-3-8307-0934-3
erschienen im Stieber-Verlag (hier-->)

Ich dachte ja immer, ich kenne meine Nähmaschine schon! Aber auch hier finde ich weit mehr als schön präsentierte Grundlagenvermittlung. Ich wusste noch nicht, was man mit geschickt eingesetztem Sonderfüßen-Zubehör für professionelle Ergebnisse zustande bringen kann. Diese Übersicht über alle Sonderfüßchen samt Einsatzbereiche und Anwendung weckt ellenlange Wunschzettel in mir. Endlich finde ich mit diesem Buch auch den Unterschied zwischen verschiedenen Reißverschluss-Nähtechniken heraus und lerne interessante Nahttypen wie die Kappnaht und raffinierte Schrägband-Verarbeitungen kennen. Das inspiriert mich direkt zu neuen Nähprojekten und passt wunderbar zu meinem Vorsatz, mich nun auch wieder der Webware zuzuwenden.

Doch das eigentlich schlagende Argument für diese Bücher ist ein anderes. Ich weiß ja, dass man sich alle Antworten auf Nähprobleme mittlerweile auch ergooglen kann. Dass ich dennoch so für die Papier-Alternative plädiere, liegt nicht nur an meiner Bücher-Liebe, es hat auch inhaltliche Gründe. Richtig wertvoll werden mir die Bücher durch die vielen Praxis-Tricks: Wie bekomme ich mit der Overlock einen idealen Saum auch ohne Coverlock hin? Wie präpariere ich mir ein Standardnähfüßchen so, dass ich kein Spezialfüßchen brauche? Wie nähe ich einen normalen Reißverschluss nahtverdeckt ein und vieles weitere. Oft verweisen die Autoren auf Möglichkeiten, wie die Techniken auch ohne Spezialausrüstung umzusetzen sind.
Den Büchern merke ich einfach den unabhängigen, praxisnahen Standpunkt an, mit dem ich nicht in jedem Youtube-Video rechnen kann. Diese Bücher sind mir jeden Regalzentimeter wert. Sie werden bei mir nicht einstauben!







Mittwoch, 6. Mai 2015

Daisy für Julia


 Mein eigener Kleiderschrank hat in den letzten Wochen schon so viel Zuwachs bekommen, dass nun auch mal andere dran sind! Die liebe Julia hat das Raglanshirt von Allerlieblichst an mir gesehen und war so begeistert, dass sie eine Version in ihrer Lieblingsfarbe türkis bekommen hat.

Da mich gerade so viele Fragen erreichen: Hier gibt es den Schnitt!




Steht ihr wunderbar, oder? Ich freue mich sehr über die Farbkombi mit dem schönen Bio-Interlock-Stoff "Daisy petrol" von Hamburger Liebe! Zu dieser sommerlichen Farbkombi passen die 3/4-Ärmel nun richtig gut!


Heute bin ich das erste Mal bei MMM dabei! Ich freu mich sehr über diese Premiere!

Donnerstag, 30. April 2015

Hose für blaue Tage

Mein Kleiderschrank braucht dringend Hosen. Ich habe da nämlich eine ganz bestimmte Vorstellung: "Obenrum" soll sie schon körperbetont sitzen und "dem Po schmeicheln";-) Nach unten hin soll sie weiter fallen und um das Bein herum schön ausschwingen. Tja, solche Stücke finde ich wegen der aktuellen Röhren- Mode aber leider schon seit Jahren nicht mehr im Handel! Da hilft nur Selbernähen!
Hier mein erster Versuch mit dem Schnittmuster "Hose Cork" von Schnittquelle:

Ich habe sie aus Nickistoff genäht, Taschen aufgesetzt und ein gaaaaaaaaanz langes Bündchen drangemacht, was im Schnitt nicht vorgesehen war. Der ist eigentlich für Webwaren. Die Idee zu der Variante kam mir, als ich die tollen MamaFrida-Hosen von euch gesehen habe. Dennoch wollte ich eine Hose ohne "Pump" unten. 

Für die folgenden Wochen heißt es bei mir: Hosen Marsch! Mit meinem neuen Schnitt-Anpass-Buch (hier) möchte ich mich nun auch an Webwaren-Hosen wagen! Jetzt will ich's wissen: Bekomme ich die endlich perfekt sitzende Hose für mich hin? Ich habe schon wunderbare Stoffe entdeckt ... Leinen-Viskose ... zweifarbig gewebtes Crashleinen ... Leinen mit Elasthan-Anteil, seidig glänzend in den duftigsten Farben ... Sommer, du darfst kommen !!!

Viele Grüße und bis bald bei RUMS ...
Eure Stenita Feenfinger 

Donnerstag, 16. April 2015

Buchvorstellung: "Die perfekte Passform"

 Joi Mahon

Die perfekte Passform

Maßnehmen und Schnittkorrektur in der Praxis

ISBN-13:978-3-8307-0935-0
€14,90 Erschienen 2015 im Stiebner-Verlag (-->hier)


Oft wünsche ich mir, ein Schnittmuster schon vor dem Zuschnitt so an mich anpassen zu können, dass die erste Anprobe kein böses Erwachen bringt. Mit dem neuen Buch "Die Perfekte Passform" von der amerikanischen Autorin Joi Mahon, gerade erschienen im Stiebner-Verlag, habe ich dafür ein optimales Lehrwerk gefunden.

Der Autorin, die als Designerin, Schneiderin und Kursleiterin in den USA sehr erfolgreich ist, gelingt es, selbst für die Kundinnen optimal sitzende Kleidung zu fertigen, die sie nie selbst getroffen hat. Wie kann das gelingen? Wird eine perfekte Passform nicht erst nach einer Vielzahl von Anproben und Abänderungen erreicht? Nicht bei Joi Mahon                   .
Mit ihrer Methode "Miss erst dich selbst, dann das Schnittmuster" hat sie eine unkonventionelle, aber offenbar sehr effiziente Anpassungs-Strategie entwickelt, die in diesem Buch sehr anwenderfreundlich dargestellt wird.
Mir fällt es als Hobbynäherin schwer, zu beurteilen, wie revolutionär und neu ihre Herangehensweise tatsächlich ist. Neu für mich ist es aber beispielweise, wie detailliert der Körper ausgemessen wird:  
Mit Brust-Taille-Hüfte ist längst nicht Schluss! Mehr- oder Minderweiten werden auch nicht einfach gleichmäßig um den Körper herum auf alle Teilstücke verteilt, so wie ich das kenne. Josi geht es darum, die Anpassungen immer dort vorzunehmen, wo sie tatsächlich auch gebraucht werden und mit den Teilmessungen den individuellen Körper aufs Papier zu bringen. Daher betrachtet sie die Maße an Vorder- und Rückenteil getrennt, misst Längen und Weiten zwischen Schulter und Brustpunkt, berücksichtigt Brustwölbung, Ober- und Unterbrustweiten und vermisst Teilabschnitte von Taille und Hüfte bis hin zu den Seitennähten. Für alle Abweichungen vom Schnittmuster gibt es Anpassungsanleitungen. Mit Schnittmuster-Irrtümern, die gerne mal von Hobbyschneidern vertreten werden, scheint sie gründlich aufzuräumen.

Für einen Hobbyschneider sieht die Methode erstmal sehr komplex aus. Das Buch ist aber so übersichtlich aufgebaut, dass man sich schnell in die Systematik der Methode einfinden kann. Hat man das Prinzip einmal begriffen, sollte eine Anwendung auf alle eigenen Schnittmuster problemlos funktionieren.
Die Autorin arbeitet am Beispiel des Vogue Schnitts 1004 - ein körpernaher Grundschnitt an dem sie alle Techniken gut demonstrieren kann. Für diejenigen, die sich mit diesem Schnitt identifizieren können (er ist auch in Deutschland einfach erhältlich und kostet 17,50 Euro), ist es sicherlich ein lehrreiches Vorgehen, an diesem Schnitt einmal alle Kapitel mit den eigenen Körpermaßen durchzuarbeiten.
Dennoch kann man das Buch auch zur "Passform-Problem-Diagnose" verwenden. Schon während des ersten Lesens, stellt sich bei mir für ein aktuelles Projekt-Problem ein Aha-Effekt ein (siehe unten).

Auf das geduldige Einarbeiten in die Methode und auch auf das Probenähen mit Nessel nach dem Vermessen (!) sollte man sich aber einstellen. Es ist kein schnelles "Nachschlagewerk", sondern braucht etwas Zeit. Dafür wird man aber mit fundierter Weiterentwicklung belohnt, da bin ich sicher! Mich als Neueinsteiger in die Schnittwelt wird das Buch sicher noch viele Wochen und Monate durch meine Nähprojekte begleiten. In der Praxis wird sich dann für mich zeigen, wie gut ich die Methode für meine Bedürfnisse anwenden kann. Zweifel habe ich im Moment nur daran, ob ich mich so detail-genau ausmessen kann, wie vorgesehen. Aber wenn Jois Kunden das alle selbst geschafft haben, dann schaffe ich das hoffentlich auch! Irritieren lassen soll man sich auch nicht von den zum Teil etwas skurrilen Fotos und Kleidungsstücken, die dem amerikanischen Modegeschmack der Autorin geschuldet sind. Sie sagen nichts über die dargestellt Anpassungsmethode aus, die jeder für seine eigenen Zwecke verwenden kann.

Damit ihr über meine weiteren Erfahrungen mit der Methode auf dem Laufenden bleibt, werde ich hier alle Post verlinken, in denen ich in der kommenden Zeit über Schnitt-Anpassungen mit dem Buch berichte:

1. Passform-Spielerei



Passform-Spielerei

Shirts oder Kleider im Empire-Stil waren bisher für mich nicht drin! "Von der Stange" hat mir in der Regel nie etwas gepasst. Seit ich selbst nähe, ziehen mich Schnitte mit "Unter-der-Brust-Naht" daher total an. Hier ein Beispiel von der Schnittbox: Das Kleid "Boo" von mir zum Test erstmal als Shirt umgesetzt. Doch wie passe ich das Schnittmuster richtig an mich an?

Vorher: Der Ausschnitt liegt nicht an
Ich hatte von Anfang an das obere Vorderteil um 2cm verlängert, um mir auch bei Größe 36 genügend "Körbchengröße" einzubauen.

Dennoch war ich unzufrieden: Der Ausschnitt stand ab, wie im Bild zu sehen, und irgendwie ergab sich ein "hängender" Eindruck.

Dann fiel  mir das Buch "Die Perfekte Passform" von Joi Mahon in die Hände, das ich euch hier vorstelle. Ihre Methode empfiehlt viele Teilmaße für die individuelle Schnittmuster-Anpassung. Ein passender Brustumfang alleine ist eben doch noch kein Garant für eine gute Passform um die Brust.

Hier das überarbeitet Shirt

Die Idee nach der Joi Mahon-Lektüre war: Die Oberbrustweite etwas herausnehmen und die Länge der Brusttiefe etwas verkürzen. Die Brustwölbung (kleiner Pfeil unter der Brust), also eigentlich die "Körbchengröße", hatte ich vorher schon angepasst.


Also: Alles komplett aufgetrennt - Schnittteil überarbeitet- neues Brustteil zugeschnitten - neu genäht ... puhhh ...
Das Buch ist echt klasse, die Schnittänderungen habe ich sogar als Schnittmuster-Anfänger gut hinbekommen!

Was meint ihr? Seht ihr einen Unterschied?

Mein Eindruck ist: Es sitzt jetzt etwas straffer um den Ausschnitt, die Naht unter der Brust wird dabei nicht nach oben verzogen.



Aber irgendwie ist mir der Schnitt immer noch fremd. Ob mir sowas steht? Soll daraus noch ein Kleid werden? Trotz Zweifel, aber wegen der guten "Anpassungserfahrung" gebe ich den Post zu RUMS weiter ...


P.S. Nach dieser Erfahrung vermute ich übrigens, dass die Ausschnitt-Problematik von letzter Woche beim China-Shirt  die gleiche Ursache hatte: Das zu weite Oberbrustmaß!

Donnerstag, 9. April 2015

China-Shirt à la USA

Das China-Shirt von Schnittquelle ist ein total raffinierter Schnitt. Ich finde ihn schlicht und elegant gleichermaßen. Das gefällt mir!


Bei meinen Recherchen zu dem Schnittmuster bin ich in der Bloggerwelt immer wieder auf Problemberichte gestoßen: Der Ausschnitt würde nicht gut anliegen. Das war bei meiner ersten Variante auch nicht anders, obwohl ich extra Vliseline-Band in die Kanten eingebügelt habe.
Inspiriert von euren vielen Bronte-Varianten (Schnittmuster mit amerikanischem Ausschnitt), habe ich das China-Shirt dann aber ein wenig abgewandelt. Jetzt hat es sozusagen einen "amerikanischen China-Ausschnitt".



Ich habe den vorderen Ausschnitt um fast 4,5cm nach unten verkürzt und ihn mit Schrägband versäubert, dann die Schulternähte geschlossen und den "Boleroausschnitt" einmal rundherum mit Schrägband eingefasst. An beiden Seiten, an denen sich "Bolero" und Vorderteil treffen, habe ich das Vorderteil beim Schrägband-Annähen mit eingearbeitet. So habe ich dort nur eine sichtbare Naht. Die Weite des vorderen Ausschnitts konnte ich dann ganz einfach "nachjustieren", indem ich ihn ein wenig nach außen unter das Boleroteil einzog. Jetzt bin ich sehr zufrieden damit.



Das wird ein neuer Lieblingsschnitt für den Sommer! 




 Viele Grüße
Eure Stenita Feenfinger
... und bis bald bei RUMS